Rechtschreib-, Stil- und Zeichensetzungsfehlerdeuten auf Oberflächlichkeit und Desinteresse. Daher Bewerbungsunterlagen immer von einem Dritten vor der Versendung auf Fehler und offensichtlich schlechten Stil durchchecken lassen.
mangelhafte Qualität des verwendeten Materialsdeutet auf Schlampigkeit; dazu gehören:
Flecken, und Eselsohren
schlechte Fotokopien
billiges Papier, schlechte Ausdrucke und sichtbar mehrfach verwendete Materialien
doppelseitige Kopien oder Schriftstücke, was zwar Porti spart, es aber dem Empfänger nicht ermöglicht, die einzelnen Schriftstücke für eine bessere Übersicht nebeneinander zu legen
lose und unsortierte Blattsammlungen, bei denen erst lange sortiert werden muss, um den Überblick zu behalten
unfrankierte oder zu gering frankierte Umschläge, bei denen der Empfänger Nachporto zahlen muss; daher Unterlagen bei der Post immer wiegen und dort gleich frankieren lassen
falsche oder unvollständige Adresse auf dem Umschlagzeigt, dass sich über den Betrieb nicht richtig informiert wurde oder der Brief ist gar länger unterwegs und Fristen können nicht eingehalten werden
Verwendung von "TippEx", Streichungen und sonstigen Korrekturen und offensichtlichen nachträglichen Veränderungen, was von Nachlässigkeit und mangelnder Einsatzbereitschaft zeugt
fehlende bzw. unvollständige Anlagenerwecken den Eindruck, der Bewerber hätte etwas zu verbergen
Versand von Originalunterlagen, wenn es nicht unbedingt vorher gefordert wurde
Fehler im Anschreiben
handgeschriebene oder mit einer veralteten Schreibmaschine verfasste Anschreiben, suggerieren Unfähigkeit, mit den üblichen Büroarbeitsmitteln umgehen zu können
Massensendungenvon unpersönlichen, nicht auf den spezifischen Betrieb abgestimmten Schreiben mit Standardtexten
Verwendung eines falschen bzw. veralteten Datums, was darauf hindeutet, dass Bewerbungen "auf Vorrat" geschrieben bzw. nicht gründlich genug erarbeitet wurden
Verwendung der Formel "Sehr geehrte Damen und Herren", wenn es einen spezifischen Ansprechpartner gibt
Fehler bei der Schreibung des Firmennamens oder des Ansprechpartnersdemonstriert Desinteresse und eventuell fühlt sich der Ansprechpartner gar persönlich gekränkt
fehlende Betreffzeile
den aller ersten Satz mit "Ich" anfangen bzw. dauernd Sätze mit "Ich" beginnen; ist unhöflich und zeugt von Egozentrik
zu viele biographische Angaben im Anschreiben, die überflüssig sind, da diese Punkte bereits im Lebenslauf genannt sind
der Text gleicht inhaltlich dem der Stellenanzeige des Unternehmens; Abschreiben kann jeder, viel mehr geht es darum, zu schildern, wie man dem Anforderungsprofil aus der Stellenanzeige gerecht werden kann
Verwendung von inhaltsleeren Schlagwörtern und Floskeln, wie z.B. "Ich bin motiviert, elanvoll sowie offen und daher genau der richtige Mann für Sie!"
Verwendung offensichtlicher Übertreibungen und durchschaubarer Unwahrheiten
kein konkreter Bezug auf die Stelle, d.h. auf das Anforderungsprofil und wie man diesem gerecht werden will, wird nicht eingegangen
falsche oder veraltete Berufsbezeichnungenweisen darauf hin, dass sich über den Beruf nicht richtig informiert wurde
Ungereimtheiten zwischen Angaben im Anschreiben und im Lebenslauf,was nicht gerade zur Glaubwürdigkeit beiträgt
Überschreitung von maximal zwei Seiten(besser immer nur eine!), da der Empfänger schnell die wesentlichen Informationen heraus filtern will und keine Zeit für Romane hat
fehlende Gliederung und zu wenig Absätzezwischen den einzelnen Abschnitten, wodurch der Text schwerer zu lesen bzw. zu erfassen ist
fehlende handschriftliche Unterschriftzeugt von Flüchtigkeit
Verwendung veralteter bzw. archaisch klingender Wendungen, wie "hochachtungsvoll", "diesbezüglich" und "ergebenst"
Aufzählung jeder einzelnen Anlage
Fehler im Lebenslauf
zeitliche Lücken und fehlende berufliche Kenntnissesuggerieren, dass der Bewerber etwas Unangenehmes zu verbergen hat
Nichtübereinstimmung der Daten im Lebenslauf mit denen im Anschreiben und den beigefügten Anlagen, zeugt von Ungenauigkeit bei der Zusammenstellung der Unterlagen oder gar dem Versuch, gewisse Einzelheiten "zu vertuschen"
Aufführung von für den Arbeitgeber irrelevanter Informationen, wie z.B. Mitgliedschaft im "Fix- und Foxi-Club" oder Tod der Großeltern
fehlendes oder gar falsches Datumauf dem Lebenslauf lässt auf Ungenauigkeit und Massensendungen schließen
zu langer und unübersichtlicher Lebenslauf(maximal zwei Seiten; bei Akademikern können es auch mal drei sein)
fehlende Unterschrift auf dem Lebenslauf
mehr Platz für Hobbys als für Berufserfahrungen(eine Ausnahme bilden hier nur Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz, da hier im Regelfall noch keine Berufserfahrung vorhanden ist)
Schilderung von Partei- oder Religionszugehörigkeit(mit Ausnahme bestimmter Betriebe)
Vernachlässigung außerberuflich erworbener Fertigkeiten und Kenntnisse, die für einen Arbeitgeber interessant sein könnten (Computererfahrung, Sprachen, Umgang mit Menschen etc.)
Fehlerquellen hinsichtlich des Passbildes:
Verwendung von sichtbar bereits mehrfach benutzten Bewerbungsfotoszeugt von Nachlässigkeit
fest aufgeklebtes Bewerbungsfoto, das von den Unterlagen nicht losgelöst werden kann (lieber Fotoecken verwenden und auf die Rückseite des Bildes den Namen schreiben)
mit einer Büroklammer angestecktes oder gar angetackertes Foto, da dieses dadurch knickt oder beschädigt wird
lose in den Umschlag eingeworfenes Foto
Verwendung von Automatenbildern, da diese qualitativ häufig mangelhaft sind und den Bewerber nicht gerade "im besten Licht" zeigen
Urlaubsbilder als Bewerbungsfotos, was unprofessionell wirkt